Zenkloster Hokuozan

13. September 2011

Springbrunnen im Garten

Kategorie: Gartentipps – Tomita – 10:49 Uhr

Mit der steigenden Bedeutung von Wellness und Fitness in unserem Leben haben sich auch japanische und fernöstliche Gesundheits- und Einrichtungs- und Gartentrends in Europa verbreitet. Denn nach japanischem Verständnis hängt das Wohlbefinden eines Menschen sehr stark von den Einflüssen aus seiner Umgebung ab. Sowohl von sichtbaren als auch von sichtbaren. So wird z. B. beim Feng Shui darauf geachtet, dass durch eine bestimmte Anordnung von Räumen und Einrichtungsgegenständen, aber auch von Pflanzen, Wegen und Gewässern das „Chi“ also die Energie zwischen Mensch, Natur und Universum frei fließen kann.

Nach dieser Philosophie richten sich immer mehr Privatleute ihre Wohnungen und Gärten ein, aber auch im Wellnesstourismus wird gern auf die japanische Gartenkunst und Architektur zurückgegriffen. Viele Hotels bauen in ihren Räumen asiatische Wellnessoasen ein oder gestalten ihre Außenanlagen nach japanischem Vorbild. Dazu gehört in vielen Fällen auch ein Springbrunnen, denn das Element Wasser ist für das Gleichgewicht und die Harmonie von wesentlicher Bedeutung – stellt es doch den Ursprung des Lebens selbst sowie die ständige Veränderung und Anpassung dar. Es ist jedoch nicht immer einfach, so einen Springbrunnen nachträglich in eine Landschaft zu integrieren, denn dazu benötigt man nicht nur Baumaterial, muss Gruben graben und Gräben ziehen, sondern auch die Pumpen mit Schleifringläufermotor so einbauen, dass sie nicht zu hören sind. Übrigens ist in Japan nicht die klassischen Springbrunnenform mit hoch aufsteigenden Fontänen usw. üblich, sondern eher terrassenförmig angelegte Wasserbecken, von denen das Wasser leise rauschend und plätschernd herunter rieselt. So wird das Fließende, Weiche und Sanfte des Wassers bewusst wahrgenommen. Anders kann man das Wasser erleben, wenn man vom Hotel Zingst auf die Ostsee schaut. Hier kann mitunter schon mal das Wilde und Zerstörerische des Wassers deutlich werden, was jedoch für das Gleichgewicht im Universum auch wichtig ist.

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